Wenn nichts mehr geht sind immer die bösen Unternehmer und Manager schuld an allen Mißständen. Die SPD lässt die Heuschreckendebatte wieder aufleben. Peter Struck meint es fehlt den Managern an "nationalem Verantwortungsbewusstsein". Diese Äußerungen sind das Zeichen absoluter Hilfs- und Planlosigkeit der SPD. Da solche Sprüche einen Resonanzboden bei SPD-Sypmpathisanten finden meint die SPD vor den Wahlen so Stimmen zu gewinnen. Komischerweise kommt die Kapitalismuskritik bei der SPD immer nur vor Wahlen. Vor allem aber bringt es in der Sache gar nichts: Erstens sind viele Manager bemüht, hier in Deutschland Arbeitsplätze und Wertschöpfung zu schaffen. Wenn Arbeitsplätze verlagert werden kann man dies beklagen und kritisieren, das ändert aber nichts in der Sache.
"Es kann ja nicht wahr sein, daß Unternehmen Gewinne machen wie nie zuvor in ihrer Firmengeschichte und gleichzeitig zigtausende Leute entlassen.”- so die Kritik von Struck. Hierbei übersieht bzw. verschweigt er eins: die DAX-Unternehmen produzieren immer mehr im Ausland und machen dort auch den Großteil ihrer Gewinne. Struck stellt also bewußt falsche Zusammenhänge dar. Solange es sich nicht lohnt, in Deutschland zu investieren wird dies auch nicht getan werden. Diese Binsenweisheit der Marktwirtschaft kann und wird man nicht außer Kraft setzen können. Unternehmerschelte ändert nichts daran, es verschlechtert höchstens die sich gerade wieder aufbessernde Stimmung. Entweder geht ein Ruck durch das Land oder wir jammern weiter, ändern nichts und werden noch mehr abschmieren.


2 Kommentare:
Da Blogspot keine Trackbacks zeigt:
http://www.bissige-liberale.com/2006/03/05/struck-und-alte-vorurteile/
Danke für den Hinweis!
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