
Sehr vielsagend: ausgerechnet die rechtsextreme NPD lobt begeistert Lafontaine´s Positionen zur Außenpolitik. "Lafontaine vertritt außenpolitisch lupenreine und völlig authentische NPD-Positionen", erklärte NPD-Generalsekretär Peter Marx am Donnerstag in Berlin. Dazu gehöre etwa die Forderung nach Abzug deutscher Soldaten aus Afghanistan, die "Völkerrechtswidrigkeit" des Kriegs in Irak und die "Eindämmung des Aggressionsstaates Israel". Deshalb habe Lafontaine "Solidarität" verdient. Zentralrats-Vize Graumann legt nach: Lafontaine betreibe eine "Politik, die gekennzeichnet ist von krankhafter Feindseligkeit gegenüber dem jüdischen Staat". Lafontaines Nahost-Positionen seien "Populismus pur ohne jedes Gefühl von Verantwortung".Das euphorische Lob der NPD für Lafontaine zeigt, dass Lafontaine extremistisches Gedankengut verbreitet und sich vom Boden des Grundgesetzes immer weiter entfernt. Im Gegensatz zur NPD werden Lafontaine´s Positionen von breiten Teilen der Gesellschaft nicht als gefährlich wahrgenommen, obwohl sie inhaltlich in vielen Punkten gleich sind. Lafontaine erreicht ein viel größeres Publikum als die NPD und macht extremistische Gedanken salonfähig, die auch von der NPD verbreitet werden, was die NPD ja auch als „Verstärkerrolle“ offen begrüßt. Wer wie Lafontaine mit einem geplanten Besuch des iranischen Präsidenten Achmadinedschad ein widerwärtiges Regime aufwerten will, Israel in einen Topf mit der fundamentalistischen Hamas wirft und der Bundeswehr Terrorismus vorwirft kann oder will nicht mehr zwischen Demokratie und Terrorismus unterscheiden.
NPD und Lafontaine teilen radikale Israel- und Amerikafeindlichkeit, Sozialpopulismus, die Rede von den Fremdarbeitern und vor allem auch offen demokratiefeindliche Töne. Beide sprechen vom Systemwechsel. Wer wie Lafontaine auch noch offen der Verstaatlichung der Medien à la Venezuela das Wort redet und mit der Linkspartei vom Systemwechsel redet steht weit abseits von der demokratischen Mitte und gefährdet die Demokratie.


6 Kommentare:
Populisten meinen oft dieselben Dinge egal ob sie Linken oder Rechten sind
Die Linke sind Internationalisten.
Die NPD sind Nationalisten.
Deren Anbiederungsversuche sind lächerlich.
Das sind keine Anbiederungsversuche, das sind programmatische Übereinstimmungen siehs doch ein.
Die Linke ist selbstverständlich so nationalistisch wie die Rechten, sie ist auch genauso antisemitisch, es ist einfach die logische Konsequenz einer Ideologie, die sich gegen Marktwirtschaft und Freiheit richtet.
Ich halt eh nicht viel von dem Gespräch, diese oder jene Ideologie sei nationalistisch oder international.
Ein freier Markt, kann zu Internationalisierung und zum Zusammenwachsen der Welt tausend mal mehr beitragen als 100 bescheuerte Ideologien zusammen.
Oder wie Oskar sagen würde:
Der Kapitalismus trägt die Überwindung des Nationalismus in sich wie die Wolke den Regen.
Alles andere ist dummes Gespräch.
Der Internationalismus der "Linken" ist, wenn's drauf ankommt, sehr schnell vergessen und ein von der Rechten nicht mehr unterscheidbarer Nationalismus gepredigt: Jürgen Elsässer, "Junge Welt" u.a. Der Internationalismus der "Linken" war stets nur theoretischer Natur. Die Parteien der II. Internationale waren durchweg nationalistisch - Luxemburgs Fehler bestand darin, verschiedenen Beschlüsse der II. Internationale nicht zur Kenntnis genommen zu haben. Die III. war eine Agentur der Sowjetunion. Krönung nationalistischer Politik war die der SED.Übrigend durchaus kompatibel mit den "Freunden" von Rechts.
Heiligendamm und die No Globals sind der Beweis, wie nationalistisch die "Linke" heute ist. Nun ja, hat die "LInke" auch nie versucht, die ideologischen Grundlagen des deutschen Nationalstaates zu hinterfragen.
Übrigens, Vaterlandsloser Geselle, ooch der olle Bebels bekannte, wenn der Russe komme, werde er seine Flinte uff den Buckel nehmen. Deine Gegenüberstellung ist also bestenfalls überholt, wenn nicht falsch und produkt einer verzerrten Wahrnehmung der Realität.
Die NPD ist sozialistish. Selbstverständlich findet die gut, was der Oskar sagt.
Wie heißt es so schön: "Wenn man an eimen Braunhemd kratzt, kommt immer ein Roter zum Vorschein." Ich glaube, Nazis und Kommunisten mögen sich deshalb nicht, weil sie sich so extrem ähnlich sind. Man muss aufpassen, dass diese rot-braune Soße dieses Land nicht kaputtmacht. Lafontaine ist für mich ein übler Strolch.
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