18.2.08

Vera Lengsfeld: Gysi ist heuschlerisch

"Noch besser würde ich es allerdings finden, wenn Gysi seinem eigenen Aufruf ernst nehmen, vor seine Pankower Riesenvilla treten und endlich Licht in das Dunkel des verschwundenen DDR- Vermögens bringen würde. Geschätzte 24 Milliarden DM sind zwischen dem Herbst 1989 und dem Herbst 1990 in den verschiedensten Kanälen versickert. Nur ein Bruchteil konnte durch spezielle Ermittler entdeckt und der Staatskasse zugeführt werden. Gysi, der im Dezember 1989 u.a. mit dem Argument, das Geld ginge verloren, die Auflösung der SED verhindert hatte, um anschließend der letzte Vorsitzende dieser Partei zu werden, trägt in dieser Funktion maßgebliche politische Mitverantwortung für das Verschwinden dieses Vermögens. Während Zumwinkel , wie man hört, mit den Ermittlungsbehörden kooperiert, hat Gysi bisher sein Wissen nicht preisgegeben. Er zahlte seinerzeit vor dem Bundestagsuntersuchungsausschuß, der sich mit den Geldschiebereien von SED-, und Stasifunktionären lieber ein Strafgeld, als auszusagen. Die Aufregung in den Medien darüber hielt sich in Grenzen .Auch heute muss er kaum befürchten, unangenehme Fragen gestellt zu bekommen. Die SED und ihre verschwundenen Milliarden sind kein Hindernis auf dem Weg in die Hamburger Bürgerschaft, die Thüringer Staatskanzlei oder die nächste Bundesregierung."

2 Kommentare:

Leitkulturevolution hat gesagt…

Es sind Kamele von gestern. Wir brauchen eine Erneuerung der Politik in unserem Land. Ohne die Linken geht nichts vernünftiges mehr.

Anonym hat gesagt…

"Erneuerung der Politik" durch Rückfall auf dümmliche Klassenkampfparolen des 19ten Jahrhunderts meint der Herr anscheinend, der noch nicht einmal begriffen hat, dass mit der Stasipartei gar nichts geht, weil keine Partei mit der Mauermörderpartei etwas zu tun haben will. Und das ist auch gut so.